The Art of Snowboards
Snowboards als Kunstwerke:
Mit „The Art of Snowboards“ präsentieren wir erstmals öffentlich eine außergewöhnliche Privatsammlung von rund 30 nationalen und internationalen Urban-Art-Künstler:innen, die Snowboards als Bildträger neu interpretiert haben. Jedes Board ist ein unverkäufliches Unikat und vereint Street Art, Design und Boardsport auf einzigartige Weise.
03.-06.09.2026
Orangerie München
Mit Werken von renommierten Künstler:innen schlägt die Ausstellung eine Brücke zwischen Graffiti, Urban Contemporary Art und Design.
Artists:
WON ABC
THIAGO GOMS
CASIEGRAPHICS
ELIOT THE SUPER
HNRX
CEMNOZ
BOSOLETTI
PARTICK HARTL
MANUELA ILLERA
MOREFINES
EDLINGER
LOOMIT
CONNY HART
MIRIAM GANSER
GERALD JEGAL
KALLI KEN
SANZONE
PYZERONE
FINLEVI
RAY MOORE
FILLIN GUAS
NEON
PAPERBOI
WOLFGANG BÖTSCH
MARIO OLEK
FELIX PENSEL
GIANPIERO GALANTE
COCO & LUNA
DANIEL LANGE
2FACE
LEEVKE SUCCOW
LUKAS FRESE
Ergänzend zeigen die beteiligten Künstler:innen weitere Arbeiten, die vor Ort erworben werden können.
Initiiert wurde das Projekt von dem Kunstsammler und Street-Art-Kenner Steff Neukam, der mit „The Art of Snowboards“ seine Leidenschaft für Snowboards und Urban Art verbindet.
Vernissage: 3. September 2026, 18–22 Uhr
Ausstellung: 4.–6. September 2026, jeweils 14–18 Uhr
Ort: Orangerie München, Englischer Garten 1A
PYZER ONE
Benjamin Calliari-Herzberg
In seiner topografisch-expressiven Malerei verbindet Pyzer One drei Einflüsse: seine fast drei Jahrzehnte umfassende Erfahrung mit Graffiti und Urban Art, seine Reisen und Begegnungen abseits touristischer Orte sowie seinen Hintergrund in Kartografie und Geomedien.
Aus der Graffiti-Kultur übernimmt er die Energie des unmittelbaren Arbeitens, den Umgang mit unterschiedlichen Materialien und die Spannung zwischen Kontrolle und Zufall. Seine Reisen haben seinen Blick für urbane Strukturen, soziale Kontraste und die besondere Atmosphäre von Orten geprägt. Die Kartografie wiederum führt ihn zu einer abstrakten Betrachtung von Städten und Landschaften: Linien, Flächen, Grenzen und Strukturen werden zu visuellen Fragmenten.
Pyzer Ones Arbeiten sind keine Abbildungen konkreter Orte. Sie bewegen sich zwischen Ordnung und Spontaneität, Fläche und Tiefe, Struktur und gestischer Geste. Pastose Farbschichten treffen auf klare, geometrische Formen und erzeugen Bildräume, die an urbane und topografische Strukturen erinnern.
Die Werke tragen die Namen von Weltstädten. Sie dienen nicht als geografische Verweise, sondern als Metaphern für Raum, Perspektive und Erinnerung – für Orte, die weniger abgebildet als vielmehr emotional erfahrbar werden.
MOIRE GRADIENT
Miriam Ganser
Miriam Ganser ist Kommunikationsdesignerin, Visual Merchandiserin und Künstlerin aus München. Sie verbindet digitale und analoge Techniken zu einer eigenständigen, grafisch-abstrakten Bildsprache voller Energie.
Neben digitaler Kunst und Malerei gestaltet sie Wände und ganze Räume und bezieht dabei bewusst die jeweilige Umgebung in ihre Arbeiten ein. So entstehen visuelle Welten mit eigenen Regeln, in denen Gestaltung, Raum und Atmosphäre miteinander verschmelzen.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Wirkung auf den Betrachter: Design wird für Ganser zum Medium, um Ideen sichtbar zu machen und Emotionen zu vermitteln. Bei Ausstellungen integriert sie zudem lebende Pflanzen als wiederkehrendes Element in ihre Installationen.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit ist Miriam Ganser als Dozentin und Workshopleiterin tätig.
LOOMIT
Matthias Köhler
Loomit gehört zu den prägenden Figuren der deutschen Graffiti- und Street-Art-Szene. Seit den frühen 1980er-Jahren entwickelt er eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Graffiti, Illustration und abstrakter Kunst. Seine Arbeiten verbinden dynamische Formen, leuchtende Farben und komplexe Kompositionen.
Von München aus hat Loomit die internationale Street-Art-Szene maßgeblich mitgeprägt. Seine Murals finden sich heute weltweit – ebenso wie seine Arbeiten in Galerien und Ausstellungen. Dabei bleibt die unmittelbare Energie des Graffiti stets zentraler Bestandteil seiner Kunst.
Gerald Jegal verbindet Architektur, Graffiti und digitale Gestaltung zu einer eigenständigen Bildsprache. Der in München geborene Künstler studierte Architektur und beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit geometrischen Strukturen, Überlagerungen und der Transformation urbaner Räume.
Seine Kunst entsteht häufig direkt im öffentlichen Raum und setzt sich dabei auch kritisch mit der Entwicklung seiner Heimatstadt auseinander. Architektur wird bei Jegal nicht nur zum Motiv, sondern zum Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Veränderungen und dem Leben in der Stadt.
Als Mitglied des Münchner Künstlerkollektivs broke.today ist er zudem an zahlreichen Street-Art- und Zwischennutzungsprojekten beteiligt.
GERALD JEGAL
ELIOT THE SUPER
ELIOT the SUPER gehört zu den Pionieren der deutschen Hip-Hop- und Graffiti-Szene. Der Münchner Künstler verbindet die rohe Energie seiner Graffiti-Vergangenheit mit einer knalligen Pop-Art-Bildsprache. Alltägliche Gegenstände, Massenmedien, Skurriles und insbesondere Junk Food werden bei ihm zu farbenfrohen Motiven.
Stencil, Siebdruck, Stickerei und Assemblage treffen auf Comic-Ästhetik, Humor und eine ausgeprägte Lust an Farbe. So entstehen Arbeiten, die Popkultur aufgreifen, verfremden und mit einem Augenzwinkern in einen neuen Kontext setzen.
HNRX
Maximilian Prantl
HNRX zählt zu den markanten Stimmen der europäischen Urban-Art-Szene. Der aus Innsbruck stammende Künstler entwickelte aus seinen frühen Graffiti-Erfahrungen eine unverwechselbare Bildsprache zwischen Street Art, Grafik und Abstraktion.
Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen scheinbar banale Alltagsgegenstände, die er aus ihrem gewohnten Kontext löst, reduziert und neu interpretiert. Formen werden überlagert, verzerrt und zunehmend abstrahiert – aus vertrauten Objekten entstehen eigenständige, oft überraschende Bildwelten.
HNRX arbeitet sowohl im öffentlichen Raum als auch auf Leinwand und Papier. Seine Murals sind heute in zahlreichen europäischen Städten zu finden; parallel dazu entwickelt er seine Motive im Studio weiter.
PATRICK HARTL
Patrick Hartl verbindet die rohe Energie des Graffiti mit der Präzision und Ausdruckskraft der Kalligrafie. Seit seinem ersten Graffiti im Alter von 15 Jahren beschäftigt er sich mit Schrift, Bewegung und urbanen Spuren. Aus diesen Wurzeln entwickelte er eine eigenständige Form des Post-Graffiti, in der Buchstaben zunehmend zu abstrakten Zeichen und dynamischen Kompositionen werden.
Seine meist monochrom wirkenden Arbeiten entstehen aus zahlreichen Schichten von Farbe, Tags, Plakaten und kalligrafischen Formen. Jede Schicht erzählt dabei ihre eigene Geschichte – ähnlich wie die über Jahre gewachsene Oberfläche einer urbanen Wand. Hartl verbindet traditionelle Schreibkunst mit zeitgenössischer Street-Art-Ästhetik und schafft so Arbeiten, bei denen nicht die Lesbarkeit, sondern Rhythmus, Bewegung und Ausdruck im Mittelpunkt stehen.
Mores zählt zu den prägenden Graffiti-Künstlern der Münchner Szene. Ausgehend vom klassischen Style Writing entwickelte er eine eigenständige Bildsprache, in der Buchstaben ihre Lesbarkeit zunehmend verlieren und zu dynamischen, abstrakten Formen werden.
Kalligrafische Elemente, rhythmische Linien und kraftvolle Farbflächen verbinden sich zu komplexen Schriftbildern, die zwischen Graffiti, Zeichnung und abstrakter Malerei changieren. Was ursprünglich als Tag begann, wird bei MORES zum eigenständigen visuellen Ausdruck – geprägt von Bewegung, Wiederholung und der charakteristischen Energie des Style Writing.
Neben seiner freien künstlerischen Arbeit realisiert Wirthmüller großformatige Wandgestaltungen und engagiert sich seit vielen Jahren für die Anerkennung und Weiterentwicklung von Urban Art im öffentlichen Raum.
MORES
NEON
Alexej Tursan
NEON, auch bekannt als The Stone Age Kid, gehört zu den frühen Protagonisten der Münchner Graffiti-Szene. Seit den 1980er-Jahren prägt er die Entwicklung des europäischen Style Writing und zählt zu den wenigen deutschen Künstlern, die bereits früh direkten Einfluss auf die internationale Graffiti-Kultur nahmen.
Seine Arbeiten sind tief in der klassischen Graffiti-Kultur verwurzelt und zeichnen sich durch eine expressive, dynamische Formsprache aus. NEON arbeitete in den frühen Jahren intensiv mit Zügen und gehörte zu den ersten deutschen Graffiti-Writern, die in New York Subway-Trains bemalten. Seine langjährige Verbindung zu München, Berlin und der internationalen Writing-Szene macht ihn zu einer wichtigen Figur der europäischen Graffiti-Geschichte.
MATTHIAS EDLINGER
Edlinger did it ist das Künstlerlabel des Münchners Matthias Edlinger. Seine Arbeiten bewegen sich spielerisch zwischen Street Art, Collage, Zeichnung, Malerei und Installation. Dabei verbindet er eine spontane, experimentierfreudige Arbeitsweise mit einem unverkennbaren Gespür für Popkultur und die Absurditäten des Alltags.
Edlinger sammelt, kombiniert, verfremdet und verdichtet Bilder, Materialien und Ideen zu eigenwilligen visuellen Geschichten. Sticker, Paste-ups, Kartonarbeiten und digitale Arbeiten werden dabei ebenso zu Ausdrucksmitteln wie klassische Malerei. Mit Humor und einem wachen Blick auf seine Umgebung wird er zum Chronisten der Gegenwart – direkt, vielschichtig und bewusst nicht perfekt.
CEMNOZ
CEMNOZ zählt zu den prägenden Figuren der Münchner Graffiti-Szene. Seit den frühen 1980er-Jahren entwickelt David Kammerer eine unverwechselbare Bildsprache, die vor allem durch detailreiche Characters, filigrane Linien und einen bewusst wilden, kontrastreichen Stil geprägt ist.
Als Teil der ersten Generation Münchner Writer war CEMNOZ maßgeblich an der Entwicklung der lokalen Graffiti-Kultur beteiligt. Seine Arbeiten erschienen früh auf Zügen und Wänden und wurden zu einem festen Bestandteil der Münchner Szene. Bis heute verbindet er die rohe Energie des klassischen Graffiti mit einer ausgeprägten zeichnerischen Qualität.
CEMNOZ ist damit nicht nur Künstler, sondern auch ein wichtiger Chronist und Mitgestalter der Münchner Graffiti-Geschichte.
CASIEGRAPHICS
Stefanie Haslberger
CASIEGRAPHICS, das Künstlerlabel der Münchner Illustratorin und Künstlerin Stefanie Haslberger, verbindet die rohe Energie von Graffiti mit einer präzisen, grafischen Bildsprache. Ihre Arbeiten sind geprägt von intensiven Farben, organischen und geometrischen Formen sowie starken Schwarz-Weiß-Kontrasten.
Tiere und Pflanzen bilden wiederkehrende Motive, die Haslberger mit Einflüssen aus Art Nouveau, Postwar Modernism und der visuellen Welt des Graffiti der 1980er- und 1990er-Jahre verbindet. Aus detailreichen Mustern und klaren Flächen entstehen eigenständige, fast mosaikartige Bildwelten, die zwischen Illustration, Kunst und Design angesiedelt sind.
CONNY HART
Conny hART entwickelt farbintensive, abstrakte Arbeiten zwischen Malerei, Mixed Media und Objekt. Ihre Bildwelten entstehen aus dem Zusammenspiel von Farbe, Struktur, Schichtung und geometrischen Formen.
In Serien, auf Papier, Leinwand und in dreidimensionalen Boxen untersucht sie die Wirkung von Farbe und Fläche immer wieder neu. Dabei treffen präzise komponierte Farbflächen auf eine intuitive, experimentelle Arbeitsweise. So entstehen reduzierte, zugleich vielschichtige Arbeiten, die ihre Wirkung vor allem aus dem Dialog von Farbe, Raum und Material beziehen.
MALUN
Daniel Lange
Daniel Lange, bekannt als Malun, bewegt sich seit den späten 90er Jahren zwischen Urban Art, Zeichnung und zeitgenössischer figurativer Malerei. Was mit der Spraydose an der Wand begann, entwickelte sich zu einer eigenständigen Bildsprache auf Leinwand und Papier.
Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Erinnerung, Geschichte und den emotionalen Zwischenräumen des Menschen. Figuren bleiben oft fragmentarisch, Gesichter verborgen, Räume unvollständig. Diese Leerstellen geben den Bildern ihre Spannung und lassen Raum für eigene Erinnerungen und Gedanken.
Geprägt von seiner ostdeutschen Herkunft und der Graffiti-Kultur verbindet Malun die Direktheit der Straße mit einer intensiven Auseinandersetzung mit Figuration, Material und Geschichte. In Werkgruppen wie „untold stories“ verbindet er historische Fotografien, verschwundene Orte und persönliche Geschichten aus Ingolstadt mit einer freien malerischen Interpretation.
Als Künstler, Kurator und Mitgestalter der freien Kunstszene bringt Malun seine Kunst auch in den öffentlichen Raum. Seine Arbeit bewegt sich bewusst zwischen Urban Art und freier Malerei, Vergangenheit und Gegenwart, persönlicher Erinnerung und kollektivem Gedächtnis.
2025 erhielt er für seine künstlerische Arbeit und sein kulturelles Engagement den Kunstförderpreis der Stadt Ingolstadt.
SANZ ONE
SANZ ONE gehört zur Münchner Graffiti-Crew Der Blaue Vogel (ADK Crew) und ist seit vielen Jahren Teil der lokalen Urban-Art-Szene. Seine Arbeiten sind geprägt von einer kraftvollen, dynamischen Formsprache, die tief in der klassischen Graffiti-Kultur verwurzelt ist.
Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern von Der Blaue Vogel hat SANZ ONE zahlreiche großformatige Arbeiten im Münchner Stadtraum realisiert. Dabei trifft individuelles Style Writing auf die gemeinsame Bildsprache des Kollektivs – von abstrakten Formen bis hin zu den charakteristischen blauen Vögeln, die an vielen Orten der Stadt zu finden sind.
WON ABC
WON ABC (*1967 in Weiden/Oberpfalz, bürgerlich Markus Müller) gehört zu den prägenden Figuren der deutschen Graffiti- und Street-Art-Szene. 1984 sprühte er sein erstes Piece und gründete 1988 gemeinsam mit Cowboy 69 den legendären Art Bombing Clan (ABC) – eine der frühen Graffiti-Crews Deutschlands.
Seine ursprünglich aus dem Stylewriting kommende Bildsprache entwickelte sich Ende der 1980er Jahre zunehmend zu einer expressiven, figurativen Kunst. Zombies, mythologische Figuren, Musiker und gesellschaftskritische Motive treffen auf Einflüsse aus Punk, Dada, Fluxus, Buddhismus und der politischen Kunst.
WON studierte bei dem Fluxus-Künstler Robin Page an der Akademie der Bildenden Künste München und arbeitet bis heute mit der Spraydose als zentralem Medium. Seine Werke sind international ausgestellt und verbinden Graffiti, Comic, Malerei und gesellschaftliche Provokation zu einer unverwechselbaren visuellen Sprache.
RAY MOORE
Ray Moore (*1971 in Brookhaven, Mississippi) ist ein in München lebender US-amerikanischer Künstler, Musiker und Poet. Unter dem Namen „The Poet That Paints“ verbindet er Malerei mit den Ausdrucksformen des Hip-Hop, Poetry und Rap. Seine Arbeiten sind vielschichtige Kompositionen aus kraftvollen Farben, abstrakten Figuren, Typografie, Textfragmenten und pointierten Statements.
Moore arbeitet mit Malerei, Collage, Skulptur und Installation und versteht seine Kunst als „Serious Play“: spielerisch in der Form, aber ernst in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen. Seine afroamerikanischen Wurzeln, die Sprache des Hip-Hop und seine musikalische Arbeit prägen dabei seine Bildwelt. Humor, Ironie und gesellschaftskritische Fragen treffen auf eine expressive, intuitive Formsprache.
THIAGO GOMS
Thiago Goms (*1984 in São Paulo, Brasilien) ist ein international tätiger Street- und Mixed-Media-Künstler, dessen charakteristische Bildsprache von anthropomorphen Katzenfiguren geprägt ist. Inspiriert von Graffiti, Comics, Cartoons und der urbanen Kultur São Paulos entwickelte er Figuren, die menschliche Verhaltensweisen, Gefühle und gesellschaftliche Beobachtungen spiegeln.
Seine Katzen bewegen sich zwischen verspielt, melancholisch und nachdenklich – mal allein, mal in alltäglichen Situationen, stets mit einer eigenen Persönlichkeit. Was als Zeichnungen in Schulheften begann, entwickelte sich zu großformatigen Murals, die heute in Städten auf der ganzen Welt zu finden sind. Neben Wandmalerei arbeitet Goms auch auf Leinwand und Papier und verwendet dabei unter anderem Acryl, Öl, Aquarell und Spray.
Seine Arbeiten waren unter anderem im URBAN NATION Museum Berlin zu sehen. Auch in München hat Goms mit seinen charakteristischen Figuren deutliche Spuren hinterlassen.
FRANCISCO BOSOLETTI
Francisco Bosoletti (*1988 in Armstrong, Argentinien) zählt zu den international renommierten Vertretern der zeitgenössischen Urban Art. Seine großformatigen Murals verbinden die Ästhetik klassischer figurativer Malerei mit einer modernen, poetischen Bildsprache. Im Zentrum stehen häufig menschliche Körper und Gesichter, die mit floralen Motiven verschmelzen und wie aus dem Untergrund hervorzutreten scheinen.
Charakteristisch für Bosolettis Arbeiten ist das Spiel mit Wahrnehmung und Sichtbarkeit. Besonders seine in Schwarz-Weiß und als Negativ ausgeführten Murals entfalten ihre Wirkung erst auf den zweiten Blick. Hinter der klassischen Schönheit seiner Figuren liegen Themen wie Vergänglichkeit, Erinnerung, Natur und die Beziehung zwischen Mensch und Umgebung. Dabei entwickelt Bosoletti seine Arbeiten stets in Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Ort und seiner Geschichte.
Seine Murals sind heute in zahlreichen Städten weltweit zu finden – darunter Berlin, Neapel, Belgrad, Salamanca und Mailand. 2018 realisierte er gemeinsam mit Young Jarus ein großformatiges Mural für das URBAN NATION Museum in Berlin.
Felix Pensel verbindet klassische Kunst mit digitalen Medien und neuen Technologien. Aus der Graffiti-Szene Nürnbergs kommend, arbeitet er heute mit Malerei, Zeichnung, Skulptur, Video, Sound und Installation. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen Fragen nach Wahrnehmung, Identität und der Beziehung zwischen Mensch, Maschine und digitaler Welt. Unter dem Namen PAINTRE369 erforscht er zudem die Schnittstelle von Kunst, Blockchain und KI. Er lebt und arbeitet in Speichersdorf.
FELIX PENSEL
Künstlerstatement – Malerei zwischen Handwerk, Instinkt und Atmosphäre
Meine Arbeit beginnt mit dem Handwerk der Malerei. Ich sehe mich zunächst als Maler und erst danach als Künstler. Mein Zugang ist weniger akademisch als praktisch und intuitiv geprägt.
Beim Malen lasse ich mich stark von meinem Instinkt leiten. Das Bild entwickelt sich Schritt für Schritt – beeinflusst von Atmosphäre, Material und spontanen Eingriffen. Dabei geht es mir vor allem darum, eine starke atmosphärische Dichte zu erzeugen und persönliche Eindrücke zu visuellen Erzählungen zu verdichten.
Im Zentrum steht das Zusammenspiel von realistischen Strukturen und abstrakten Elementen. Gegenständliche Formen geben Orientierung, während abstrakte Eingriffe Raum für Interpretation schaffen.
Ein wiederkehrendes Motiv ist der Bruch, der Riss, der durch Dinge geht. Mich interessieren die sichtbaren Spuren von Zeit und Veränderung – auf Städten, Fassaden, Landschaften ebenso wie auf Gesichtern und Körpern. Diese Spuren erzählen von Vergänglichkeit, Transformation und der fragilen Struktur unserer Umgebung.
LUKAS FRESE
Lover of fabulous women and revealing eyes. Using digital pen and paper to ease the mind it is color poems and restless sketches.
While seeking mind-bending stories and neon perspectives COME ALONG
EVER EVOLVING
NEVER TIRED
ALWAYS COURIOUS
THE.PAPERBOI
FIN LEVI
Fin Levi erschafft Ölportraits, in denen Menschlichkeit auf futuristische Elemente trifft. Ihn fasziniert der Moment, in dem ein Gemälde plötzlich lebendig wirkt. Jedes Bild entsteht über Wochen – Schicht für Schicht, bis jede Emotion ihren Platz gefunden hat.
C100
CHRISTIAN HUNDERTMARK
Christian Hundertmark, auch bekannt als C100, zählt zu den etablierten deutschen Künstlern der zeitgenössischen Urban Art. Ausgehend von Graffiti entwickelte er eine abstrakte Bildsprache aus geometrischen Formen, organischen Strukturen und vielschichtigen Texturen. Seine Arbeiten verbinden urbane Wurzeln mit minimalistischer Ästhetik und sind international in Galerien und Ausstellungen vertreten.
FILLIN GUAS
Fillin Guas ist ein deutscher Künstler, der Graffiti, Illustration und zeitgenössische Kunst miteinander verbindet. Als Teil des Künstlerkollektivs BROKE.TODAY prägt er eine urbane, experimentelle Bildsprache, die sich zwischen Street Art und zeitgenössischer Kunst bewegt. Neben freien Arbeiten realisierte er unter anderem Auftragsarbeiten für Mercedes-Benz und BMW M.
MARIO OLEK
Marios Arbeiten bewegen sich zwischen Abstraktion und Figuration und greifen Motive aus Raumfahrt, Technologie und unbekannten Lebensräumen auf. Seine Bildwelten erinnern an Astronauten, fremde Wesen oder spezialisierte Schutzanzüge – bewusst offen gehalten, um vielfältige Interpretationen zu ermöglichen.
Im Zentrum steht der Mensch in einer lebensfeindlichen Umgebung: sichtbar sind vor allem Hüllen und Schutzsysteme, während die Identität dahinter verborgen bleibt. Thematisch setzt sich Mario mit Wandel, Aufbruch und dem Schritt ins Ungewisse auseinander.
Nach einer Einzelausstellung im Rahmenprogramm der documenta fifteen arbeitet er heute im Umfeld des Künstlerkollektivs Broke.today in München weiter an seiner Praxis. Seine aktuelle Schaffensphase ist geprägt von Reduktion, Experiment und der konsequenten Rückkehr zur Malerei.
TAPE.MOSS
Alex Mosler
Tape Moss, alias Alex Mosler, arbeitet mit Tape als eigenständigem künstlerischem Medium. Aus Klebeband entwickelt er präzise geometrische Kompositionen, in denen klare Linien, Flächen und perspektivische Formen zu komplexen, teils dreidimensional wirkenden Bildwelten verschmelzen.
WOLFGANG
BÖTSCH
„Im nächsten Leben beginne ich gleich mit der Kunst“, sagt Wolfgang Bötsch.
„Ich kann nur jedem Menschen ans Herz legen, sich auszuprobieren und so wenig Wiederholungen wie möglich in seinem Leben zuzulassen.“
Vom Lernverweigerer zum Soldaten, vom Biathleten zum Kriegsdienstverweigerer, vom Visagisten zum Immobilienverkäufer, vom Hausverwalter zum Wirtschaftsmediator und vom Head of Sales zum Unternehmenstrainer.
Die Seelenzustände der Menschen sind es, die ihn interessieren und die er in vielen seiner Entwürfe versucht einzufangen. Er malt heute vor allem Bilder für Stiftungen, die sich mit der Burnout-Prävention (Sven-Hannawald-Stiftung), der Bewegungsfreude für Kinder (Peak-Performer-Stiftung) und mit herzkranken Kindern (Nikolas-May-Stiftung und Bärenherz-Stiftung) beschäftigen. Die Bilder werden regelmäßig bei Veranstaltungen versteigert.
Leevke Succow (*1998 in Berlin) arbeitet als Bildhauerin an der Schnittstelle von Keramik, Metall und Fotografie. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Transformation, Vergänglichkeit und den Kräften, die auf Materialien und Menschen wirken. Dabei überlässt sie bewusst Teile des Entstehungsprozesses dem Zufall: Oxidation, Patina, Brennvorgänge und natürliche Veränderungen werden zu aktiven Mitspielern ihrer Kunst. Succow studiert Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und arbeitet in Berlin. Ihre Keramik Arbeit auf dem Snowboard ist ein ganz besonderes Kunstwerk der Ausstellung.
LEEVKE SUCCOW
2FACE
2FACE ist ein deutscher Graffiti- und Street-Art-Künstler und Teil des Künstlerkollektivs CITY SLICKAZ. Seine Arbeiten verbinden klassische Graffiti-Einflüsse mit einer eigenständigen, zeitgenössischen Bildsprache. Zwischen urbaner Ästhetik, dynamischen Formen und präziser Gestaltung entstehen charaktervolle Arbeiten, die tief in der Kultur der Straße verwurzelt sind.
KALLI KEN
GIANPIERO
GALANTE
MANUELA ILLERA
