Künstlerstatement – Malerei zwischen Handwerk, Instinkt und Atmosphäre
Meine Arbeit beginnt nicht mit Theorie, sondern mit dem Handwerk der Malerei. Ich sehe mich zunächst als Maler und erst danach als Künstler. Mein Zugang zur Kunst ist weniger akademisch geprägt als vielmehr praktisch und intuitiv. Dieser pragmatische Ansatz bestimmt auch den gesamten Entstehungsprozess meiner Bilder.
Beim Malen lasse ich mich stark von meinem Instinkt leiten. Entscheidungen entstehen oft direkt im Arbeitsprozess auf der Leinwand. Statt einem festen Konzept zu folgen, entwickelt sich das Bild Schritt für Schritt – beeinflusst von Atmosphäre, Material und spontanen Eingriffen.
Ein zentrales Ziel meiner Arbeit ist es, eine starke atmosphärische Dichte zu erzeugen. Gedanken, Beobachtungen und persönliche Eindrücke verdichte ich dabei zu visuellen Erzählungen. Diese Narrationen entstehen aus der Spannung zwischen unterschiedlichen Bildebenen.
Im Mittelpunkt steht für mich das Zusammenspiel von realistischen Strukturen und klar gesetzten abstrakten Elementen. Während gegenständliche Formen Orientierung bieten, schaffen abstrakte Markierungen eine zusätzliche Ebene der Interpretation. Diese Balance erlaubt es, Realität zu zeigen und gleichzeitig ihre Grenzen zu verschieben.
Ein wiederkehrendes Motiv in meinen Arbeiten ist der Bruch, der Riss, der sich durch Dinge zieht. Mich interessiert der Moment, in dem Zeit und Veränderung sichtbare Spuren hinterlassen. Dieser Prozess betrifft alles: Städte, Fassaden, Landschaften, aber auch Gesichter und menschliche Körper.
Die Zeit arbeitet unaufhörlich an den Oberflächen der Welt. Gebäude verwittern, Materialien brechen auf, Erinnerungen verändern sich. Genau diese Spuren des Wandels versuche ich in meinen Bildern sichtbar zu machen. Sie erzählen von Vergänglichkeit, Transformation und der fragilen Struktur unserer Umgebung.